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Steuern bei Kryptowährungen – Wie versteuere ich Bitcoin & Co richtig?

Vorab möchte ich sagen, dass ich kein Steuerberater bin und hier keine Steuer- oder Rechtsberatung abgeben kann. Diese Informationen dienen nur aus meinem Erfahrungsschatz und können nicht gewährleistet werden. Man sollte hier unbedingt einen Steuerberater konsultieren und den individuellen Fall mit diesem besprechen. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegenüber der Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen!!

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand  müssen Gewinne aus Kryptowährungen in Deutschland & anderen Ländern generell versteuert werden. Der Steuersatz richtet sich nach Land und nach Art der Einkunft. Ich kann hier nur meine Erfahrungen in Deutschland schildern.

Für die Dokumentation und Weiterleitung an das Finanzamt muss jeder selbst Sorge tragen. Man sollte sich generell mit diesem wichtigen Thema auseinander setzen, da man sonst schnell eine Steuerhinterziehung begeht – dies kann hohe Geldstrafen oder sogar Haftstrafen mit sich bringen.

Aber wie werden Kryptowährungen jetzt konkret versteuert? Zuerst muss man unterscheiden, welche Art der Einkünfte vorliegt. Der Handel von Kryptowährungen, also Trading wird beispielsweise anders besteuert als das Kryptomining. Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Da die meisten Anleger Kryptowährungen überwiegend kaufen und halten oder regelmäßig traden, wird der Fokus meines Beitrags auf diesen Einkunftsarten liegen.

 

Erträge aus dem Mining werden laut meiner Information mit 25% Kapitalertragssteuer besteuert. Das heißt, dass hier generell alle Umsätze, die aus dem Mining erwirtschaftet werden mit Pauschal 25% versteuert werden müssen. Ausgaben können hier nur geltend gemacht werden, insofern ein Verlust eintreten sollte, beispielsweise durch Bankrott einer Miningfirma.

Erwirtschaftet man Erträge aus seinem Gewerbe, beispielsweise Provisionen oder Einkünfte durch Network Marketing oder den Verkauf von Informationsprodukten, gelten auch hier individuelle steuerliche Faktoren. Wie ich meine Einkünfte aus dem Network Marketing und auch weitere Ausgaben manage, habe ich bereits vor einigen Monaten in einem > seperaten Video < veröffentlicht. Dort habe ich gezeigt, wie die gesamte Buchhaltung mit der Software von > Lexoffice < funktioniert.

Gewinne aus dem Kryptotrading werden in Deutschland nach meiner aktuellen Kenntnis mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert. Dieser kann je nach eigener Verdienst-Situation bei 12 bis 45 Prozent liegen. Ab einem jährlichen Einkommen von 260.000 Euro beispielsweise liegt der persönliche Steuersatz bei 45%. Einen genauen Aufschluss gibt hier die Einkommenssteuertabelle.

Bildergebnis für einkommensteuertarif

Je nach Höhe des eigenen Einkommens steigt also der persönliche Steuersatz an. Verdient man beispielsweise 50.000 Euro jährlich in seinem Beruf, wird auch dies mit angerechnet. Erwirtschaftet man zusätzlich noch hohe Gewinne mit Kryptowährungen, kann man schnell am Spitzensteuersatz angelangen.

Doch was muss nun direkt versteuert werden?

Zuerst müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir alle Gewinne, die wir mit dem Handel von Kryptowährungen realisieren mit unserem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern müssen. Zur Ermittlung des Gewinns gehen wir hier nach dem FIFO – Verfahren (First IN – First OUT) vor. Dies bedeutet ein verkaufter Bitcoin wird mit dem ersten gekauften Bitcoin verrechnet. Gehen wir von folgendem Beispiel aus:

  • Unser persönlicher Steuersatz liegt bei 30%
  • Wir kaufen einen Bitcoin bei 1.000 Euro
  • Wir verkaufen diesen Bitcoin 10 Monate später bei 10.000 Euro
  • Die Differenz beträgt 10.000 Euro – 1.000 Euro = 9.000 Euro.
  • Unser Gewinn liegt also bei 9.000 Euro
  • Die Versteuerung beträgt: 9.000 Euro * 30 Prozent = 3.000 Euro
  • Wir zahlen auf diesen Gewinn also 3.000 Euro Steuern

Diese Steuern werden natürlich nicht automatisch abgeführt. Daher ist es unsere Pflicht alle Transaktionen sorgfältig zu dokumentieren und in unserer Steuererklärung mit anzugeben. Die genauen Details sollten in jedem Falle mit dem Steuerberater geklärt werden.

Vorallem sollte man bedenken, dass nicht nur der Geldeingang auf dem Bankkonto zu versteuern ist. Im Grunde muss jede Transaktion versteuert werden. Dies bedeutet, dass auch ein Tausch von Kryptowährungen in andere versteuert werden muss. Kauft man sich beispielsweise Bitcoin, tauscht diese später in Ethereum um, einige Wochen darauf wieder in Bitcoin und kurz darauf in IOTA, so müssen auch hier alle Gewinne & Verluste ermittelt und angegeben werden.

Beispiel:

  • Unser persönlicher Steuersatz liegt bei 30%
  • Wir kaufen einen Bitcoin bei 1.000 Euro
  • Wir tauschen diesen Bitcoin wenige Monate später bei einem Gegenwert von 2.000 Euro in Ethereum
  • Hierbei wurde der erste Gewinn in Höhe von 2.000 Euro – 1.000 Euro = 1.000 Euro realisiert
  • Der Gesamtwert an Ethereum wächst innerhalb von 3 Monaten auf 4.000 Euro
  • Nun tauscht man wieder in Bitcoin: 4.000 Euro – 2.000 Euro = 2.000 Euro Gewinn
  • Die 4.000 Euro in Bitcoin lässt man nun 2 Monate liegen – später liegt der Wert bei 6.000 Euro
  • Nun tauscht man in IOTA und lässt die Kryptowährungen darin vorerst liegen
  • Wir haben Gewinne von 1.000 Euro, 2.000 Euro und weiteren 2.000 Euro realisiert.
  • Diese in Summe 5.000 Euro sind ein Gewinn, der versteuert werden muss (5000 Euro * 30%)
  • Wir haben also eine Steuerlast von 1.500 Euro erzeugt, weil wir nur Kryptos gegen Kryptos getauscht haben

Es kann also durch regelmäßige Trades eine Hohe Steuerlast entstehen, selbst wenn man im Endeffekt noch kein Geld auf dem Bankkonto hat. Beachtet dies bitte immer und handelt nicht unüberlegt mit diversen Daytrades!

Es gibt eine Ausnahme, in der man unter Umständen keine Steuern auf Kursgewinne zahlen muss. Da es sich bei dem Verkauf von Kryptowährungen um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt, gelten Kryptowährungen nach einer Haltefrist von einem Jahr als „Steuerfrei“. Allerdings gibt es auch hier zahlreiche Fallstricke, die diese „Ausnahme“ wieder ungültig machen können. Die Haltefrist gilt beispielsweise nicht, wenn

  • Es bei dieser Kryptowährung in dieser Zeit Hardforks gibt
  • Diese Kryptowährung im Staking ist, man also eine jährliche Rendite bekommt
  • Man diese Kryptowährung verleiht (Lending)
  • Der Handel mit Kryptowährungen gewerblich stattfindet
  • Auch die Bestreitung des Lebensunterhalts mit Kryptowährungen könnte schon als gewerblich angesehen werden

In jedem Fall muss angegeben werden, welche Kryptowährungen man wann gekauft hat und wann diese verkauft wurden. Egal, ob man diese lediglich wenige Monate oder mehrere Jahre hält.

Wie erfasse ich nun meine Trades am besten?

Da man bei der Dokumentation schnell die Übersicht verlieren kann, gibt es coole Hilfsmittel. Natürlich kann man alle Käufe, Verkäufe und vorallem auch Trades in einer Tabelle, also beispielsweise in Excel verwalten. Da dies nach einigen Trades allerdings extrem schnell sehr unübersichtlich wird, dürfte der Kopf bei den meisten Kryptofans schnell glühen. Schließlich muss man alle Daten aller Börsen und Wallets unter einen Hut bringen, damit man das FIFO Verfahren sinnvoll anwenden kann. Glücklicherweise hat sich hier das Unternehmen „Cointracking“ eine Lösung überlegt, die für jeden Kryptoinvestor ein wahrer Segen ist.

Mithilfe von > Cointracking < können wir all unsere Kryptowährungen und dazugehörige Transaktionen von all unseren Wallets und Börsen sehr einfach integrieren und verwalten. > Cointracking < bietet eine Vielzahl von Import Möglichkeiten an, welche auch dort direkt gut erklärt werden. So kann man beispielsweise innerhalb weniger Minuten alle Transaktionen der Börsen Bittrex oder Kraken in > Cointracking < importieren. Auch ein Blockchain Wallet zu importieren ging bei mir innerhalb kürzester Zeit. Hat man nun alle Transaktionsinfos aller Börsen und Wallets importiert, zeigt > Cointracking <  uns sehr ausführlich unser Kryptowährungsportfolio an.

Prüfen wir nun nochmal die Transaktionen kurz auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit, so können wir dann einen sogenannten Steuerreport erstellen. Hierbei errechnet > Cointracking <  aufgrund einiger Vorgaben, welche Steuerlast bei welchem Trade erzeugt wurde. Somit kann der Steuerreport für das Steuerjahr sehr zügig und einfach erstellt werden, ohne umfangreiche Excel-Tabellen verwalten zu müssen. Lass mich aus eigener Erfahrung sprechen: Bei meinen über 1.300 Trades (und ich bin KEIN DAYTRADER!!) hätte mich das Verwalten mit Excel wahrscheinlich Monate gekostet. Mit > Cointracking <  war alles innerhalb von 2 Tagen erledigt.

Es ist also das Tool schlechthin und absolut notwendig für jeden, der Ernsthaft mit Kryptowährungen handelt. Möchte man unbegrenzt Trades verwalten und auch das Feature des Steuer-Reports nutzen, so muss man eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Diese liegt beispielsweise in der Unlimited-Version, welche alle Features ohne Beschränkungen freischaltet für eine Laufzeit von 2 Jahren bei 0.029 BTC. Registriert man sich über meine Website so erhält man darauf nochmals 10 Prozent Rabatt. Der finale Preis liegt also bei 0.026 BTC, wenn du dich über meinen Blog bei > Cointracking <  anmeldest. Das sind zum aktuellen Kurs von 5500 Euro pro Bitcoin umgerechnet etwa 143 Euro für eine 2 Jahres Mitgliedschaft ohne Beschränkungen. Angesichts der massiven Zeitersparnis und der Bereitstellung eines wirklich genialen Tools ist der Preis definitiv in Ordnung. Das Tool ist sein Geld wert!

> Sichere dir jetzt 10% Rabatt für deine Anmeldung bei Cointracking< 

In einem Video stelle ich dir Cointracking in einer umfangreichen Form vor und erläutere dir einige coole Features!

Hast du nun deinen Steuerreport erstellt, egal ob mit einer Tabelle oder Cointracking, so weist du hoffentlich, welche Gewinne oder Verluste du im letzten Steuerjahr mit dem Handel von Kryptowährungen erwirtschaftet hast. Nun ist es an der Zeit diese Zahlen an deinen Steuerberater weiter zu geben und mit diesem zu besprechen, damit dieser die Steuererklärung für das Finanzamt fertigstellen kann.

Voila – du hast deine Steuererklärung für deine Kryptowährungen abgeschlossen und kannst nun ruhigen Gewissens schlafen 🙂

 

Und als kleines Extra möchte ich dir nun noch eine Möglichkeit erläutern, wie du völlig legal Steuern sparen kannst – indem du Kryptowährungen die gerade im Verlust sind, verkaufst und direkt danach wieder kaufst!

Krypto – Refreshing

Es ist bekannt, dass du erst dann Gewinne oder Verluste realisierst, wenn du eine bestimmte Kryptowährung verkaufst. Während viele Investoren mit dem verkaufen von Kryptowährungen warten, um möglichst die Haltefristen zu nutzen oder so spät wie möglich Steuern zahlen zu müssen, vergessen diese dabei oft, dass ein Verkauf im Verlust die Gewinne verringert. Natürlich denkt jetzt jeder: Im Verlust verkaufen?! Das macht doch keinen Sinn! Sinn macht es dann, wenn du diese Kryptowährung nach dem Verkauf direkt wieder einkaufst. Somit hast du Verluste realisiert, die Kryptowährung aber dennoch weiterhin zum niedrigen Kurs in deinem Wallet ;).

Natürlich muss sich hierbei jeder folgende Fragen stellen:

  • lohnt es sich wirklich zu verkaufen?
  • Wie weit bin ich mit der jährlichen Haltefrist?
  • welche Steuer wird im Bezug auf Bitcoin fällig, wenn ich Altcoins nun verkaufe und direkt wieder kaufe?

Stellt man es schlau an, kann man hier sehr viel Geld sparen – aber auch viel Geld versenken. Es ist daher wichtig, seine Situation genau zu analysieren und dann eine entsprechende Entscheidung zu treffen.

Ich habe mir mit dieser Vorgehensweise, dem sogenannten refreshing etwa 30.000 Euro an Steuerlast gespart – nicht schlecht oder?

Weil es jedoch viele Dinge zu beachten gibt, möchte ich dir ans Herz legen mein entsprechendes Video dazu vollständig anzuschauen.

 

Falls du weitere Fragen hast, so kannst du gerne das Kommentarfeld unter diesem Beitrag nutzen. Ich freue mich auf deine Fragen oder dein Feedback.

About Stephan Zeigt

Mein Name ist Stephan, ich bin 31 Jahre jung und habe bereits mit 15 Jahren miterleben müssen, dass Banken und das derzeitige Finanzsystem nicht immer unsere Freunde sind. Ohne dies zu wissen, haben mich Ereignisse in meiner Jugend bereits geprägt und dafür gesorgt, das ich im Jahre 2016 auf Kryptowährungen gestoßen bin. Auch ich habe das Potential erst verkannt – dennoch habe ich mich 2016 dazu entschlossen, erste Bitcoins zu kaufen. Mit Network Marketing konnte ich mir dann ein ansehnliches Kryptowährungsportfolio aufbauen. Mittlerweile bin ich überwiegend nur noch als Investor tätig. Der Fokus liegt hier natürlich auf Kryptowährungen. Mein gesamtes Wissen, Analysen, Erfahrungen und vieles mehr, findest du hier auf meinem Blog und meinen Social Media Kanälen.

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